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Hauptinhalte

Bauchspeicheldrüsenkrebs

OA Dr. Renate Schaberl-Moser

Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz
Klinische Abteilung für Onkologie - Universitätsklinik für Innere Medizin

Auenbrugger Platz 15
8036 Graz
Steiermark

+43-316-38513115
+43-316-38514167
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www.onkologie-graz.at
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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 15.30 Uhr (Termintelefon ausschließlich von 08.00-10.00 Uhr)

„Bauchspeicheldrüsenkrebs wird aufgrund fehlender Frühsymptome oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt. Häufig handelt es sich um nicht mehr operable, aggressiv wachsende Tumore. Behandlungsfortschritte konnten in den letzten Jahren durch verbesserte Chemotherapien erzielt werden“, meint Dr. Renate Schaberl-Moser.

Diagnose, Behandlung und Nachsorge

Diagnose

CT und MRT sind unverzichtbare bildgebende Methoden bei Verdacht auf einen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Sie ermöglichen Beurteilung von Größe und Ausdehnung des Tumors und zeigen an, ob eine Streuung in andere Organe wie z.B. die Leber vorliegt.

ERCP: Die endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatographie stellt ein Verfahren mit diagnostischer und therapeutischer Relevanz dar. Ein dünner biegsamer Schlauch wird über Speiseröhre, Magen bis in den Zwölffingerdarm eingeführt. Über dieses Endoskop können die Gallenwege mittels Röntgenkontrastmittel dargestellt werden. Bei verschlossenen Gallengängen kann durch Legen einer Schiene der Gallenfluß wieder gewährleistet werden.  Im Rahmen dieser Untersuchung kann eine Probe aus dem Tumor gewonnen werden. 

Feinnadelbiopsie: Wird ein Tumor als nicht operabel eingestuft, ist eine Gewebeuntersuchung erforderlich. Mit einer feinen Hohlnadel wird eine winzige Probe entnommen.

Manchmal kann eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) erforderlich sein, um die lokale Tumorausbreitung beurteilen zu können.

Wie kann Bauchspeicheldrüsenkrebs behandelt werden?

Chirurgie

Die komplette Entfernung des Tumors stellt die einzige Chance auf Heilung dar. Allerdings ist eine Operation mit dieser Zielsetzung bei maximal 20 % der Patienten möglich. Je nach Lage des Tumors müssen die Milz sowie Teile des Magens und des Darmes mitentfernt werden. Es kann auch notwendig sein, Gefäßabschnitte durch Kunststoffprothesen zu ersetzen.

Chemotherapie

Nach erfolgreicher Entfernung des Tumors kann durch eine vorbeugende Chemotherapie über sechs Monate die Prognose weiter verbessert werden. Diese Behandlung wird in Abhängigkeit von bestimmten Eigenschaften des Tumors (u.a. Größe und Lymphknotenbefall) empfohlen. Ist der Tumor aufgrund der Ausbreitung in benachbarte Organe nicht operabel oder aber liegen Metastasen z.B. in der Leber vor, werden palliative Chemotherapie und in einzelnen Fällen Bestrahlungen eingesetzt. Zu den wirksamsten Substanzen zählen Gemcitabine und Fluorouracil.

Supportive Therapie

Häufig leiden Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung an Verdauungsproblemen, Gewichtsverlust und Schmerzen. Adäquate Schmerztherapie, Optimierung der Ernährung und psycholgoische Betreuung sind Eckpfeiler der symptomorientierten Behandlung.

Nachsorge

In regelmäßigen Intervallen bzw. bei Beschwerden werden klinische Kontrollen und bildgebende Tests (wie z.B. MRT, CT) empfohlen. Falls Metastasen auftreten, können diese möglichst früh in erster mit Linie Chemotherapie behandelt werden.