zum Aufreißer springen  zur Hauptnavigation springen  zur Seitennavigation springen  zur Artikelnavigation springen  zum Inhalt springen  zum Zusatzinhalt springen  zur Breadcrumbnavigation springen 



Hauptinhalte

Eierstockkrebs

OA Priv.-Doz. Dr. Brigitte Mlineritsch

Universitätsklinik für Innere Medizin III - Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg
Onkologische Ambulanz und Tagesklinik

Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg

+43-662-44823412
+43-662-44822849

www.onkologie-salzburg.com
Download vCard

Öffnungszeiten: täglich von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr

„Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung, bei der sich Zellen der Eierstöcke unkontrolliert vermehren und so einen Tumor bilden. Eierstockkrebs ist die zweithäufigste gynäkologische Krebserkrankung nach Brustkrebs", erklärt Dr. Brigitte Mlineritsch.

Eierstockkrebs im Überblick

Was ist Eierstockkrebs?

Eierstockkrebs, der medizinische Fachausdruck ist Ovarialkarzinom, ist eine bösartige Erkrankung, bei der sich Zellen der Eierstöcke unkontrolliert vermehren und so einen Tumor bilden. Dieser Tumor wächst aggressiv, zerstört das angrenzende Gewebe und kann Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden (Metastasen).

Epidemiologische Zahlen

Eierstockkrebs ist die zweithäufigste gynäkologische Krebserkrankung nach Brustkrebs. Jährlich erkranken ca. 650 Frauen in Österreich, das sind acht Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr. Das Haupterkrankungsalter liegt bei etwa 65 Jahren. In sehr seltenen Fällen haben Frauen aufgrund einer erblichen Veranlagung ein erhöhtes Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken. Bei bekannter familiärer Vorerkrankung ist eine jährliche Untersuchung mit transvaginalem Ultraschall und einer Tumormarkerbestimmung CA-125 empfehlenswert.

Vorsorge

Da mit zunehmendem Alter das Erkrankungsrisiko steigt, wird empfohlen, dass sich Frauen ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich gynäkologisch untersuchen lassen. Der größte Risikofaktor ist die Erkrankung naher Verwandter an  Eierstockkrebs. In diesem Fall sollte eine genetische Testung für BRCA1/2 durchgeführt werden. Weitere Risikofaktoren, wenn auch schwache, sind Kinderlosigkeit und bereits bestehender Brust-, Gebärmutter- oder Darmkrebs. Häufige Schwangerschaften, orale Kontrazeptiva, aber auch Tubenligaturen und Uterusexstirpation sind protektive Faktoren, da hierdurch die Eierstöcke für einen gewissen Zeitraum ruhig gestellt werden.

Früherkennung

Für Eierstockkrebs gibt es keine Früherkennungsuntersuchung. Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen einschließlich Ultraschall eignen sich am ehesten, die Erkrankung früh zu diagnostizieren. Nahezu 75 % werden im Stadium III, das bedeutet Befall der Lymphknoten oder Stadium IV, das heißt, dass bereits Fernmetastasen vorhanden sind, diagnostiziert. Die restlichen 25 % werden im Stadium I erkannt. Die Erkrankung zeigt lange Zeit keine Symptome, sodass sie oft spät erkannt wird. Erst bei entsprechender Größe kann der Tumor durch Ultraschall oder Computertomografie dargestellt werden.

Symptome

Die Symptome sind oft unspezifisch, wie Schmerzen im Unterbauch, Übelkeit und Gewichtsverlust. Gelegentlich können auch unregelmäßige vaginale Blutungen das Erstsymptom sein. Am häufigsten setzt der Eierstockkrebs Metastasen in das Bauchfell, wodurch es zur Bauchwasserbildung kommen kann. Diese Patientinnen bemerken eine Zunahme des Bauchumfanges, manchmal tritt durch den Druck auf die Lunge auch Atemnot auf.