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Hauptinhalte

Gebärmutterhalskrebs

Prim. Univ.-Doz. Dr. Peter Krippl

Krankenhausverbund Feldbach- Fürstenfeld
Abteilung für Innere Medizin, Standort Fürstenfeld

Krankenhausgasse 1
8280 Fürstenfeld
Steiermark

+43-3382-5062201
+43-3382-5062209
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www.lkh-fuerstenfeld.at
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Prim. Univ.-Doz. Dr. Peter Krippl ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Gebärmutterhalskrebs ist in Österreich der fünfthäufigste Tumor der Frau. Früherkennungsuntersuchungen sollten regelmäßig (halbjährlich bis jährlich) durchgeführt werden", betont Univ.-Doz. Peter Krippl.

Gebärmutterhalskrebs im Überblick

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Die Gebärmutter gehört zu den Fortpflanzungsorganen der Frau, ist birnenförmig und liegt im kleinen Becken. Der untere Teil der Gebärmutter, der Gebärmutterhals, schließt sich der Scheide an. Der in die Scheide reichende Abschnitt enthält die äußere Öffnung der Gebärmutter, den sogenannten äußeren Muttermund. Der sich oberhalb der Scheide befindliche Teil des Gebärmutterhalses beinhaltet den inneren Muttermund. Dem Gebärmutterhals schließt sich der Gebärmutterkörper an. Innerhalb des Gebärmutterkörpers befindet sich die Gebärmutterhöhle, in welche oben die Eileiter münden. Am Gebärmutterhals kann es in den oberflächlichen Schichten zu Veränderungen der Zellen kommen, welche sich letztendlich stufenweise aus noch gutartigen Vorstufen zu bösartigen Zellen umwandeln und somit zum Gebärmutterhalskrebs werden.


 
Quelle: Wikipedia online

Epidemiologische Zahlen

Der Gebärmutterhalskrebs ist in Österreich der fünfthäufigste (weltweit der zweithäufigste) Tumor der Frau. Die Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) sowie auch die Sterblichkeit an dieser Erkrankung (Mortalität) ist in den letzten zehn Jahren um zirka ein Drittel zurückgegangen. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt derzeit bei zehn von 100.000 Einwohnern und ist  alters- wie auch bundesländerabhängig verschieden hoch. Ermöglicht wurde dieser Rückgang vor allem durch Vorsorgeuntersuchungsprogramme und massive Aufklärungskampagnen. Gebärmutterhalskrebs ist im Unterschied zu anderen Krebsarten leider auch eine Erkrankung jüngerer Frauen.

Vorsorge (Prävention)

Der bei weitem größte Risikofaktor für die Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses ist, neben Faktoren wie Rauchen, langandauernde Einnahme oraler Kontrazeptiva, viele Geburten usw., die genitale Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Präventionsmaßnahmen sind, abgesehen von der sexuellen Abstinenz, die konsequente Verwendung von Kondomen (vermindern das Übertragungsrisiko, bieten aber keinen absoluten Schutz) sowie die Impfung gegen HPV-Viren. Da nicht alle HPV-Virustypen durch den Impfstoff erfasst werden, ist die Teilnahme an den regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen weiterhin erforderlich.

Früherkennung

Die Früherkennungsuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs, die regelmäßig (halbjährlich bis jährlich) beim Frauenarzt durchgeführt werden sollte, ist aus mehreren Gründen zu empfehlen:

  • Sie ist eine einfache Kontrolluntersuchung, bei der ein Abstrich vom Gebärmuttermund genommen wird.
  • Durch anschließende feingewebliche Untersuchungen können Krebsvorstufen, die meist über Jahre bestehen, bzw.  Gebärmutterhalskrebs bereits im Frühstadium entdeckt werden.
  • Vor- und Frühstadien des Gebärmutterhalskrebses zeigen keine Symptome.
  • Gebärmutterhalskrebs in frühen Stadien sowie Krebsvorstufen können oft durch eine einfache kleine Operation behandelt werden. Bei dieser wird ein sehr kleiner Teil (1-2 cm) aus dem Gebärmutterhals entfernt. Durch diese Operation (Konisation) kann meist die Gebärmutter und somit die Fähigkeit Kinder zu gebären erhalten bleiben.

Symptome

Vor- und Frühstadien des Gebärmutterhalskrebses zeigen keine Symptome. Erst bei weiterem Fortschreiten können typische Symptome in Erscheinung treten:

  • Ausfluss aus der Scheide, oftmals fleischwasserartig
  • Kontaktblutungen z.B. nach dem Geschlechtsverkehr, sowie Zwischenblutungen
  • Schmerzen durch Einwachsen des Tumors in die benachbarten Organe (Harnblase, Darm usw.)