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Kopf- und Halskrebs

Univ.-Prof. Dr. Felix Keil

Hanusch-Krankenhaus
3. Medizinische Abteilung - Hämatologie / Onkologie

Heinrich-Collin-Straße 30
1140 Wien

+43-1-9102185431
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www.wgkk.at
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Univ.-Prof. Dr. Felix Keil ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Der Kopf- und Halskrebs tritt in Form von HNO-Tumoren auf, die von der Mundhöhle beginnend absteigend bis zum Kehlkopf sowie innerhalb des Nasen-Rachen-Raumes entstehen können. Sie werden durch übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum begünstigt", sagt Univ.-Prof. Dr. Felix Keil.

HNO-Tumore im Überblick

Was sind HNO-Tumore?

HNO-Tumore sind Tumore, die, von der Mundhöhle beginnend, absteigend bis zum Kehlkopf sowie innerhalb des Nasen/Rachen-Raumes auftreten können. Das Gewebe dieser Tumore besteht zu mehr als 90% aus Plattenepithelzellen.

Epidemiologische Zahlen

Pro Jahr werden bei zirka 1000 Menschen in Österreich HNO-Tumore diagnostiziert. Der Altersgipfel liegt bei 60 Jahren, wobei zu 80 % männliche Patienten betroffen sind. Risikofaktoren sind Alkohol- und Nikotinkonsum, aber auch zunehmend Infektionen mit dem humanen Papillomavirus. Besonders dieses Virus hat bei der Entstehung von Tumoren in der Mundhöhle eine zunehmende Bedeutung.

Vorsorge, Früherkennung und Symptome

Am wirksamsten ist noch immer das Vermeiden von jahrzehntelangem Tabak- und Alkoholkonsum. Im Zigarettenrauch können bis zu 70 tumorstimulierende Substanzen nachgewiesen werden und es scheint, dass Alkohol speziell als Lösungsmittel für diese Karzinogene des Tabaks fungiert. Daher ist gerade bei der Kombination von langjährigem Alkohol und Tabakkonsum das Risiko an einem HNO-Tumor zu erkranken erhöht. Auch Viren können bei der Entstehung von HNO-Tumoren eine Rolle spielen, wobei die betroffenen Patienten zumeist jünger sind und eine bessere Prognose haben.

In der langfristigen Entwicklung zeigen sich nur geringe Veränderungen der Erkrankungshäufigkeit und der Sterblichkeit. Etwa die Hälfte der Patienten, die an einem bösartigen Tumor im Halsbereich erkranken, kann nicht geheilt werden.

Gerade weil die Prognose bei fortgeschrittenen HNO-Tumoren noch immer schlecht ist (Langzeitüberleben bei 40 %), sind Vorsorge, Früherkennung und die Beachtung von Symptomen von großer Bedeutung. In Österreich wurden zwischen 2005 und 2007 nur ca. 30 % der HNO-Tumore in einem lokalisierten frühen Stadium diagnostiziert, während 70 % der Patienten weit fortgeschrittene oder nicht operable HNO Tumore hatten.
Die Symptomatik dieser Tumore ist im Frühstadium leider häufig diskret und diese werden daher oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt.
Zu beachten sind sich langsam verschlechternde chronische Beschwerden wie Schluckprobleme oder Heiserkeit, die eine HNO-ärztliche Untersuchung erforderlich machen. Auch Gewichtsverlust, Blutungen im Hals/Nasen/Ohren-Bereich, therapieresistente Schmerzen im Hals, Fremdkörpergefühl im Rachenbereich sollten dringend von einem HNO-Arzt abgeklärt werden.