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Hauptinhalte

Leberkrebs

OA Dr. Wolfgang Stangl

Allgemein öffentliches Krankenhaus Oberwart
Innere Medizin mit Onkologie & Palliativ

Dornburggasse 80
7400 Oberwart
Burgenland

+43-57979-33204
+43-57979-32829
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„Leberkrebs (Leberzellkrebs) entsteht, wenn Leberzellen nach oft jahrelanger Schädigung (zum Beispiel durch eine Virushepatitis und/oder Alkoholmissbrauch) bösartig entarten und ungebremst wachsen. Davon abzugrenzen sind Absiedelungen anderer Tumore in der Leber, sogenannte Lebermetastasen", sagt Dr. Stangl.

Diagnose, Behandlung & Nachsorge

Diagnose

Bei erhöhtem Risiko oder Verdacht auf Leberzellkrebs sollte nach einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung und Blutabnahme auch eine Ultraschalluntersuchung der Leber erfolgen - ein schmerzloses Untersuchungsverfahren, das mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden ist. Zur Sicherung der Diagnose und zur Therapieplanung können dann noch eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspin- oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden. Für gezielte Fragestellungen kann auch eine Darstellung von Blutgefäßen mit Kontrastmittel (Angiographie) notwendig sein. Eine Gewebeentnahme (Biopsie), unter Umständen durch eine Bauchhöhlenspiegelung (Laparaskopie), kann oft erforderlich sein. Alle genannten Untersuchungen wird Ihnen Ihr Arzt erklären und vermitteln.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei der Wahl der geeigneten  Behandlung werden verschiedene Kriterien berücksichtigt. Dazu zählen das Stadium, in dem sich der Krebs befindet, der Zustand der Leber sowie das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten.

Folgende Verfahren stehen derzeit für die Behandlung von  Leberkrebs zur Verfügung:

Leberteilentfernung oder Lebertransplantation

Die Leberteilentfernung hat eine möglichst vollständige Entfernung des Leberkrebses zum Ziel. Bei der Lebertransplantation wird das gesamte Organ einschließlich des Tumors komplett entfernt und durch ein gesundes Spenderorgan ersetzt.

Ethanol- oder Essigsäureinjektion ins Tumorgewebe

Bei dieser lokalen Behandlungsmethode wird mit einer feinen Nadel 95-%iger Alkohol in den Tumor injiziert. Dadurch soll erreicht werden, dass das Tumorgewebe abstirbt. Die Behandlung wird meist in mehreren Sitzungen wiederholt.

Thermotherapie mittels Laserlicht oder Radiofrequenzwellen

Um den Leberkrebs zu zerstören, wird bei der Thermotherapie eine Sonde in den Tumor eingeführt. Diese gibt an ihrer Spitze Radiofrequenzwellen oder Laserlicht ab, die zu einer Hitzeentwicklung im Tumorgewebe und so zu dessen Zerstörung  führen. Diese Methode kann  bei Leberzellkrebsen bis zu einer Größe von 3-5 cm eingesetzt werden - oft in Kombination mit anderen Methoden (z.B. als  Überbrückung zur Lebertransplantation, Chemoembolisation (s.u.), medikamentösen Therapie).

Chemoembolisation

Über die Leberarterie werden mit einem dünnen Katheter in das tumorversorgende Blutgefäß einerseits kleinste Kunststoffteilchen eingespritzt, die die Blutversorgung des Tumors blockieren und andererseits wird ein Chemotherapeutikum direkt in den Tumor eingeleitet, welches ebenfalls zu einem Absterben der Krebszellen führen soll. Die Chemoembolisation wird vor allem zur Behandlung großer, operativ nicht zu entfernender Tumore eingesetzt, aber auch in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden angewandt.

Medikamentöse Therapie

Eine neue Medikamentengruppe wirkt sehr gezielt gegen Krebszellen. Die Wirkstoffe dieser so genannten zielgerichteten Medikamente greifen direkt in den Stoffwechsel der Krebszelle ein. Damit kann das Wachstum der Krebszellen zumindest vorübergehend gestoppt werden.

Keine tumorspezifische Therapie

Bei weit fortgeschrittenem Krebsleiden  und schlechtem Allgemeinzustand kann der Verzicht auf belastende Therapien durch den Wegfall von Nebenwirkungen mit einem Gewinn an Lebensqualität verbunden sein. Ihr behandelnder Arzt wird sich aber weiter um Sie und eventuell auftretende belastende Symptome (Völlegefühl, Übelkeit, Schmerzen, Müdigkeit) kümmern.

Nachsorge

Die Nachsorge sollte bei einem Arzt erfolgen, der einen vollständigen Überblick über Ihre Behandlung hat. Die Aufgabe der Tumornachsorge ist es, rechtzeitig einen Tumorrückfall zu erkennen, Begleit- und Folgeerkrankungen festzustellen und zu behandeln und Ihnen bei Ihren körperlichen, seelischen und sozialen Problemen zu helfen.

Die Art und die Häufigkeit der Nachsorgeuntersuchungen hängen davon ab, wie weit der Tumor bei der Erstdiagnose fortgeschritten war und welche Behandlung durchgeführt wurde.