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Hauptinhalte

Lungenkrebs

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe

Wilhelminenspital
1. Medizinische Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie; Pavillon 23

Montleartstraße 37
1160 Wien

+43-1-491502101
+43-1-491502109
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www.wienkav.at
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„Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist ein bösartiger Tumor in der Lunge. 85 % der Tumore sind auf das Rauchen zurückzuführen. Es werden grob zwei Arten des Bronchialkarzinoms unterschieden: das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom", sagt Univ.-Prof. Wolfgang Hilbe.

Diagnose, Behandlung & Nachsorge

Diagnose

Bei Verdacht auf Lungenkrebs erfolgt eine umfassende Abklärung des Patienten. Dabei wird eine CT-Untersuchung meist vom Kopf bis zum Becken durchgeführt, ergänzt wird diese mit einer Prüfung der Lungenfunktion (Spirometrie) und einer allgemeinen Untersuchung (Blutabnahme, EKG). Meist wird zusätzlich eine flexible Spiegelung (Bronchoskopie) der Luftröhre und der Bronchien veranlasst. Je nach Lokalisation des Tumors wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entweder über das Bronchoskop oder mittels CT gewonnen. Mit all diesen Befunden möchten die behandelnden Ärzte genau definieren, wie der Tumorsubtyp (Histologie) heißt und welche Ausbreitung (Stadium) bereits vorliegt. Zusammen mit der Beurteilung über den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten erfolgt dann eine individualisierte Therapieplanung.

Behandlung

Falls die Tumorerkrankung lokalisiert ist, kann eine Operation oder auch eine Strahlentherapie durchgeführt werden. In diesen Fällen ist das Therapieziel den Patienten zu heilen.

Bei den leicht fortgeschrittenen Stadien wird nach einer Operation eine ergänzende (adjuvante) Chemotherapie für die Dauer von vier Monaten empfohlen. Durch diese zusätzliche Therapie kann die Heilungswahrscheinlichkeit für die Patienten verbessert werden.

Bei den lokal fortgeschrittenen Tumoren können durch eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie die besten Ergebnisse erzielt werden.

Hat die Tumorerkrankung die lokalen Grenzen überschritten und werden Metastasen nachgewiesen, ist eine systemische Therapie erforderlich.
In diesem Stadium ist der Lungenkrebs nicht mehr heilbar. Als Therapieziele stehen der Erhalt der Lebensqualität, eine Verbesserung von oder auch Prävention vor tumorspezifischen Symptomen und eine Lebensverlängerung im Mittelpunkt. Neben der üblichen Chemotherapie, die heute mit einer verbesserten Begleittherapie gut vertragen wird, kann dem Patienten zusätzlich eine Immuntherapie (Antikörper) und eine Behandlung mit Wachstumsblockern angeboten werden.

Substanzen der Chemotherapie (Auswahl): Cisplatin, Carboplatin, Gemcitabine, Navelbine, Taxotere, Pemetrexed
Immuntherapie (Auswahl): Bevacizumab, Cetuximab
Wachstumsblocker (Auswahl): Gefitinib, Erlotinib

In allen Stadien kann die Strahlentherapie eingebunden werden. Durch computerunterstützte dreidimensionale Planung gelingt es, das Tumorfeld intensiv zu bestrahlen und dabei umgebendes Gewebe (z. B. Herz, Rückenmark) zu schonen. Die Strahlendosis kann im Kernbereich biologisch so stark erhöht werden, dass dies einer „Radiochirurgie“ entspricht (stereotaktische Radiotherapie).