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Hauptinhalte

Magenkrebs

Prim. Univ.-Prof Dr. Ewald Wöll

Krankenhaus St. Vinzenz in Zams
Innere Medizin

Sanatoriumstraße
6511 Zams
Tirol

+43-5442-600
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www.khzams.at
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Prim. Univ.-Prof Dr. Ewald Wöll ist in dieser Abteilung Abteilungsleiter.

„Magenkrebs (Magenkarzinom) ist eine bösartige Geschwulst des Magens. Die Ursachen für die Entstehung eines Magenkarzinoms sind nicht eindeutig geklärt. Als Risikofaktoren gelten u.a. Langzeitinfektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori, Rauchen, vermehrter Alkoholkonsum und erbliche Veranlagung", sagt Univ.-Prof. Ewald Wöll.

Diagnose, Behandlung & Nachsorge

Diagnose

Vor jeder apparativen Diagnostik steht die Erhebung der Krankengeschichte und die körperliche Untersuchung. Aus der Blutuntersuchung können höchstens indirekte Hinweise gewonnen werden. Die eindeutige Diagnostik erfolgt durch die Magenspiegelung (Gastroskopie) inklusive feingeweblicher Untersuchung (Pathologie) aus einer Probeentnahme. Weitere Diagnostik, wie Ultraschalluntersuchung (Sonographie und Endosonographie), Computertomographie (CT), Röntgenaufnahme und gelegentlich auch weiterführende Bildgebung dient im Wesentlichen der Ausbreitungsdiagnostik (wie groß ist der Magenkrebs, welche Ausdehnung hat er, sind weitere Organe betroffen?).

Behandlung

Ein bedeutender Bestandteil der Therapie ist die Operation. Dabei ist wichtig, dass der gesamte Magenkrebs entfernt wird, ohne dass Reste zurückbleiben. In vielen Fällen kann vor der geplanten Operation eine medikamentöse Therapie (Chemotherapie) nötig sein, um das Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern. In Einzelfällen kann auch nach einer Operation eine Chemotherapie, kombiniert mit einer Strahlentherapie, sinnvoll sein. Bei sehr frühen Stadien oder bei Vorstufen ist es möglich, den Tumor endoskopisch, über eine Magenspiegelung, abzutragen.

Ist die Erkrankung fortgeschritten oder hat sie Tochtergeschwülste (Metastasen) verursacht, ist eine Erkrankungskontrolle mittels Chemotherapie möglich, diese führt zu einer Lebensverlängerung und Verbesserung der Lebensqualität. Im Einzelfall kann auch eine Strahlentherapie zur örtlichen Behandlung eingesetzt werden. Neben diesen ursächlichen Therapiestrategien sind unterstützende Behandlungen besonders wichtig (Ernährung, Psychoonkologie, Schmerztherapie etc.)

Nachsorge

Eine generelle Empfehlung für die ideale Nachsorge gibt es nicht. In der Regel sind die Kontrollintervalle am Anfang kürzer (vierteljährlich), nach ein bis zwei Jahren halbjährlich. Danach (häufig nach fünf Jahren) werden die Kontrolluntersuchungen jährlich durchgeführt. Dabei dient die Nachsorge der Früherkennung eines Wiederauftretens der Erkrankung und der Erfassung von Folge- oder Begleiterkrankungen.