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Hauptinhalte

Nierenkrebs

Ao. Univ.-Prof. Dr. Manuela Schmidinger

Universitätsklinik für Innere Medizin I - Medizinische Universität Wien
Klinische Abteilung für Onkologie

Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien

+43-1-404004445
+43-1-404004451

www.meduniwien.ac.at
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„Die häufigste Form von Nierenkrebs ist das Nierenzellkarzinom. Blut im Harn ist oftmals ein Erstsymptom und sollte umgehend einen Nierenultraschall nach sich ziehen", mahnt Univ.-Prof. ManuelaSchmidinger. 

Nierenkrebs im Überblick

Was ist Nierenkrebs?

Die häufigste Form von Nierenkrebs ist das Nierenzellkarzinom. Nierenkrebs wird oftmals zufällig im Rahmen einer Gesundenuntersuchung mittels Nierenultraschall entdeckt. Blut im Harn ist ein häufiges Erstsymptom und sollte umgehend einen Nierenultraschall nach sich ziehen. Wenn der Tumor auf die Niere beschränkt und noch kleiner als sieben Zentimeter ist, sind die Heilungschancen mit Operation des Tumors ausgezeichnet.

Epidemiologische Zahlen

In Österreich liegt die Inzidenz bei 1.200 Neuerkrankungen pro Jahr, das sind ca. acht Patienten pro 100.000 Einwohner. Die Erkrankung tritt zumeist um das 65. Lebensjahr auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Erkrankung entsteht häufig auf Basis eines Gen-Defektes (Von Hippel Lindau Gen), der im Laufe des Lebens entsteht oder familiär vererbt werden kann. Bei 30 % der Patienten, die wegen eines Nierenzellkarzinoms operiert wurden, entwickeln sich trotz Operation des Nierentumors im weiteren Verlauf Tochtergeschwülste (Metastasen) an anderen Organen. Dies kann auch nach zehn Jahren noch der Fall sein. 30 % der Patienten haben bereits zum Zeitpunkt der Diagnose eines Nierentumors Tochtergeschwülste, weswegen alle Organe mittels Computertomographie genau untersucht werden müssen. Die Mortalität liegt bei vier pro 100.000 Einwohner.

Vorsorge

Rauchen, hochkalorische Ernährung und Übergewicht stellen Risikofaktoren dar. Die beste Vorsorge ist demnach ein gesunder Lebensstil. Dazu gehört interessanterweise auch ein moderater Alkoholkonsum: Dieser soll einigen Metaanalysen zufolge das Risiko, ein Nierenzellkarzinom zu entwickeln, reduzieren.

Früherkennung

Zur Früherkennung wäre ein Nierenultraschall (einmal jährlich) ideal. Diese Untersuchung stellt keine Strahlenbelastung dar und ist auch nicht kostenintensiv. Eine allgemeine Empfehlung im Rahmen der Gesundenuntersuchung gibt es nicht, was aber vor allem daran liegt, dass das Nierenzellkarzinom nicht so häufig vorkommt wie zum Beispiel Brustkrebs oder Lungenkrebs.

Symptome

Wenn der Tumor noch klein ist, macht er in der Regel keinerlei Symptome oder eventuell nur Spuren von Blut im Harn. Erst ab einer gewissen Größe können z. B. Flankenschmerzen, Müdigkeit durch Blutarmut, Schwäche und Gewichtsverlust hinzukommen. Bei manchen Patienten macht sich der Nierentumor erst durch Beschwerden von Seiten der Tochtergeschwülste bemerkbar. So können beispielsweise Knochenschmerzen ein Symptom für Knochenmetastasen sein.