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Speiseröhrenkrebs

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Eisterer

Allgemein öffentliches Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
Innere Medizin 1

St. Veiter Straße 47
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Kärnten

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„Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) ist eine Erkrankung, bei der Krebszellen im Gewebe der Speiseröhre gefunden werden. Zu den Hauptrisikofaktoren zählen die Konsumation hochprozentigen Alkohols und das Rauchen", sagt Univ.-Prof. Eisterer.

Speiseröhrenkrebs im Überblick

Was ist Speiseröhrenkrebs?

Speiseröhrenkrebs ist eine Erkrankung, bei der (bösartige) Krebszellen im Gewebe der Speiseröhre (Ösophagus) gefunden werden. Die Speiseröhre ist ein hohler Schlauch, in dem feste und flüssige Speisen aus dem Schlund in den Magen befördert werden. Speiseröhrenkrebs tritt in zwei Formen auf: entweder als Plattenepithelkarzinom oder als Adenokarzinom. Während das Plattenepithelkarzinom aus der Schleimhaut hervorgeht, entsteht das Adenokarzinom aus Drüsengewebe.

Die genauen Ursachen von Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) sind bisher nicht vollständig geklärt. Einige Faktoren können das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, jedoch deutlich erhöhen, wie zum Beispiel: hochprozentiger Alkohol, Rauchen, sehr heiße Speisen und Getränke sowie sehr scharf gewürzte Speisen; ferner Nitrosamine (krebserregende Stoffe, die z.B. beim Erhitzen von gepökeltem Fleisch entstehen), Aflatoxine (Schimmelpilzgifte, die krebserregend wirken), Betelnüsse, Barrett-Syndrom (krankhaft veränderte Schleimhaut der unteren Speiseröhre).

Epidemiologische Zahlen

In Österreich erkranken jedes Jahr etwa 350 Menschen neu an Speiseröhrenkrebs. Das Ösophaguskarzinom gilt somit als seltener Tumor, der vor allem bei 50- bis 70-Jährigen auftritt. Männer sind etwa viermal häufiger betroffen als Frauen und erkranken im Durchschnitt etwas früher (mit 64 Jahren). In einigen Ländern und Regionen tritt Speiseröhrenkrebs besonders häufig auf, zum Beispiel in Nordchina, Nordiran, Turkmenistan, Südafrika, Chile und Calvados/Frankreich.

Vorsorge

Zu den Hauptrisikofaktoren für Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) zählen die Konsumation hochprozentigen Alkohols und Rauchen. Zur Vorbeugung von Speiseröhrenkrebs sollten Sie daher diese Genussmittel möglichst meiden. Chronisches Sodbrennen sollte behandelt werden, da es zu einer Schädigung der Schleimhaut und dadurch zu einer Erhöhung des Krebsrisikos führen kann.

Früherkennung

Eine mögliche Ursache für Speiseröhrenkrebs (in Form eines Adenokarzinoms) ist das Barrett-Syndrom (Barrett-Ösophagus). Beim Barrett-Syndrom wandelt sich die normale Schleimhaut der Speiseröhre (Plattenepithel) in eine Form ähnlich der Magenschleimhaut (Zylinderepithel) um. Es handelt sich hierbei um eine Vorstufe für Magenkrebs. Dies geschieht, wenn die aggressive Magensäure ständig in die Speiseröhre zurückläuft (sog. Reflux) und die Schleimhaut "verätzt". Als Folge davon kann eine chronische Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) entstehen. Da das Barrett-Syndrom das Risiko für Speiseröhrenkrebs (vom Typ eines Adenokarzinoms) etwa um das 50- bis 125-Fache erhöht, ist es bei dieser Erkrankung wichtig, regelmäßig die Speiseröhre untersuchen zu lassen.

Symptome

Das häufigste Zeichen beim Speiseröhrenkrebs sind Schluckbeschwerden bei Aufnahme fester Speisen. Das Schlucken kann schmerzhaft sein, oder der Patient leidet unter Schmerzen hinter dem Brustbein. Begleitend zur Schluckstörung kann ein starker Gewichtsabfall auftreten. Engt der Tumor die Speiseröhre ein, kann sich die Nahrung davor stauen und ein Druckgefühl hinter dem Brustbein verursachen. Mitunter wird die in der Speiseröhre aufgestaute Nahrung einige Zeit nach der Mahlzeit hoch gewürgt, was mit einem Gefühl der Erleichterung verbunden sein kann. Weitere Symptome können krampfartige Schmerzen beim Schlucken, Aufstoßen, Sodbrennen oder Heiserkeit sein.